Vortragsabende
Referenten aus Archiven, Hochschulen, Museen und aus dem Verein selbst stellen ein eng umgrenztes Thema vor. Danach wird gefragt, widersprochen und ergänzt, und dieser Teil ist oft der ergiebigste.
Termin erfragenDas Programm folgt seit Jahrzehnten dem gleichen Rhythmus, weil er sich bewährt hat. Drinnen wird gehört und diskutiert, draußen wird angesehen und abgelaufen.
Alle Veranstaltungen sind öffentlich. Sie müssen nicht Mitglied sein, um zu kommen, und Sie müssen nichts vorbereiten.
Referenten aus Archiven, Hochschulen, Museen und aus dem Verein selbst stellen ein eng umgrenztes Thema vor. Danach wird gefragt, widersprochen und ergänzt, und dieser Teil ist oft der ergiebigste.
Termin erfragenHalbtages- und Tagesfahrten zu Gütern, Kirchen, Mühlen, Ausgrabungen und Landschaftsräumen in Ostholstein und darüber hinaus. Anmeldung erforderlich, weil die Plätze begrenzt sind.
Region kennenlernenRundgänge durch die Altstadt, am Seeufer entlang oder zu einem bestimmten Thema, etwa Baugeschichte oder Flurnamen. Für Gruppen, Schulklassen und Vereine nach Vereinbarung.
Anfrage sendenEin Programm für zwölf Monate schreibt sich nicht von allein. Wir beginnen im Frühjahr mit der Planung für das folgende Jahr, sammeln Themenvorschläge, fragen Referenten an und prüfen, welche Ziele für Fahrten überhaupt zugänglich sind. Private Güter öffnen nicht ohne Weiteres ihre Tore, Kirchen haben Gottesdienstzeiten, Ausgrabungen laufen nur in bestimmten Wochen. Manchmal dauert es zwei Jahre, bis eine Zusage kommt. Deshalb steht bei uns nicht alles gleichzeitig fest, und deshalb bitten wir Sie, kurzfristige Änderungen nicht als Schlamperei zu deuten. Ehrenamt heißt eben auch, mit begrenzten Zusagen zu arbeiten.
Die Vortragsabende liegen im Winterhalbjahr, meist an einem festen Wochentag am frühen Abend. Das hat praktische Gründe: Von Oktober bis März ist draußen wenig zu machen, die Leute sind eher zu Hause erreichbar, und Referenten reisen lieber, wenn sie nicht mitten in der Feldsaison stecken. Ein Abend dauert ungefähr neunzig Minuten mit Diskussion. Die Themen reichen von Bauforschung an einem einzelnen Haus über Auswanderung aus Ostholstein bis zu Fragen der Sprachgeschichte. Wir achten darauf, dass mindestens ein Termin pro Saison ein Thema aufgreift, das direkt vor der Haustür liegt, weil das erfahrungsgemäß neue Gesichter bringt.
Bei Fahrten unterschätzen Teilnehmer regelmäßig zwei Dinge, nämlich das Gelände und das Wetter. Wir sind oft auf unbefestigten Wegen unterwegs, auf Wirtschaftshöfen mit Kopfsteinpflaster, in Kirchen mit ausgetretenen Treppen oder auf Wiesen, die morgens noch nass sind. Turnschuhe reichen an solchen Tagen selten. Feste Schuhe mit Profil, eine Jacke, die auch Wind aushält, und etwas zu trinken gehören ins Gepäck, selbst wenn die Vorhersage freundlich klingt. In Ostholstein kommt der Regen von der Ostsee her manchmal schneller, als einem lieb ist. Wer schlecht zu Fuß ist, sagt uns das bitte bei der Anmeldung, dann planen wir Wartepunkte ein oder sagen ehrlich, dass ein bestimmtes Ziel nicht geeignet ist.
Die Anmeldung ist keine Formsache. Busse werden nach Teilnehmerzahl gebucht, Eintritte oft im Voraus bezahlt, und bei privaten Gastgebern müssen wir eine verlässliche Zahl nennen. Wenn Menschen unangemeldet erscheinen, stehen im schlechtesten Fall Leute am Straßenrand, die den Platz bezahlt haben, aber nicht mitfahren können. Umgekehrt gilt: Wer sich anmeldet und dann ohne Nachricht wegbleibt, verursacht Kosten, die der Verein trägt. Ein kurzer Anruf genügt, auch am Vorabend. Wir sind da nicht kleinlich, aber wir merken uns, wer zuverlässig ist, und bei sehr begrenzten Plätzen spielt das eine Rolle.
Ein Punkt taucht immer wieder auf: Viele glauben, sie müssten Vorwissen haben. Das ist falsch. Unsere Referenten sind angehalten, so zu sprechen, dass jemand ohne Fachhintergrund folgen kann, und wenn das nicht gelingt, wird nachgefragt. Ein zweites Missverständnis betrifft das Alter. Es stimmt, dass der Altersdurchschnitt bei Heimatvereinen hoch ist, aber genau deshalb freuen wir uns über jeden, der jünger ist als der Schnitt, und niemand wird sich wundern oder Sie ausfragen. Drittens hält sich hartnäckig die Annahme, Führungen seien nur für Touristen. Tatsächlich lernen Einheimische bei einem Rundgang durch die eigene Stadt meist mehr als Auswärtige, weil sie die Orte kennen und die neuen Informationen sofort einordnen können.
Was passiert eigentlich, wenn niemand kommt? Diese Frage stellt sich öfter, als man denkt. Ein Vortrag vor sechs Zuhörern kostet dieselbe Vorbereitung wie einer vor sechzig, und Referenten, die weit anreisen, sagen beim nächsten Mal womöglich ab. Kleine Veranstaltungsreihen sterben nicht mit einem Knall, sondern durch schleichenden Schwund. Deswegen die freundliche, aber deutliche Bitte: Wenn Sie ein Thema interessiert, kommen Sie hin, und erzählen Sie in der Nachbarschaft davon. Der Aufwand für Sie beträgt einen Abend. Der Nutzen für die Region ist, dass es diese Abende in fünf Jahren noch gibt.
Das Programm entsteht nicht im luftleeren Raum, sondern aus Anregungen. Wenn Sie ein Thema vermissen, schreiben Sie uns. Vielleicht sitzt jemand im Verein, der genau daran arbeitet, vielleicht kennen wir einen Fachmann, vielleicht wird daraus ein Beitrag für unsere Jahresschrift statt eines Vortrags. Auch Hinweise auf zugängliche Ziele nehmen wir gern entgegen, besonders wenn Sie selbst Eigentümer eines interessanten Gebäudes sind und bereit wären, eine Gruppe hineinzulassen. Solche Gelegenheiten sind selten und für die Teilnehmer meist der Höhepunkt einer Saison.
Die aktuellen Termine geben wir schriftlich an unsere Mitglieder heraus und veröffentlichen sie zusätzlich in der örtlichen Presse. Wer nicht Mitglied ist, kann sich telefonisch oder per E-Mail auf einen Verteiler setzen lassen; wir schicken dann eine kurze Ankündigung. Falls Sie dauerhaft dabei bleiben wollen, lohnt sich der Blick auf die Seite Verein und Beitritt, denn Mitglieder bekommen alles automatisch und tragen zugleich dazu bei, dass die Reihe finanziert bleibt. Hintergründe zu den Orten, an die wir fahren, finden Sie außerdem unter Eutin und die Region.